Welche Jacke trägt man im Herbst? Der praktische Guide für jedes Wetter

Mann in dunkelbrauner Lederjacke über ecrufarbenem Strickpullover vor einer Wand mit Herbstlaub: Beispiel für eine vielseitige Herbstjacke aus der Huberd Herbstkollektion

Die kurze Antwort: Die Temperatur entscheidet, nicht der Kalender

Im frühen Herbst, bei 12 bis 18 Grad, reichen leichte Jacken wie Overshirt, Cordjacke, Lederjacke oder Bomberjacke. Im späten Herbst, unter 10 Grad, braucht man eine Steppjacke, eine gefütterte Jacke oder einen Mantel. Für Regentage kommt eine wasserdichte Jacke dazu. Die meisten Männer kommen mit zwei bis drei Jacken gut durch die ganze Saison.

Der häufigste Fehler ist, sich nach dem Datum statt nach dem Wetter zu richten. Ein sonniger Oktobertag mit 17 Grad verlangt eine andere Jacke als ein grauer Novembermorgen mit 4 Grad, auch wenn beide "Herbst" sind. Wer die Jacke nach Temperatur und Anlass auswählt, liegt fast immer richtig.

Die einfache Temperatur-Regel

Als Orientierung für den Alltag:

  • Über 15 Grad: Overshirt oder leichte Jacke über Hemd oder T-Shirt.
  • 10 bis 15 Grad: Lederjacke, Cordjacke, Bomberjacke oder Wildlederjacke, oft mit einem Pullover darunter.
  • 5 bis 10 Grad: gefütterte Jacke, Steppjacke oder leichter Mantel.
  • Unter 5 Grad: Wintermantel, Daunenjacke oder Jacke mit warmem Futter wie Sherpa oder Lammwolle.

Wind und Regen verschieben diese Grenzen. Bei kaltem Wind fühlen sich 12 Grad schnell wie 7 an. Dann lieber eine Stufe wärmer wählen.

Overshirt: die Jacke für den Herbstanfang

Das Overshirt ist das Bindeglied zwischen Hemd und Jacke. Es ist aus dickerem Stoff als ein Hemd, wird aber genauso geschnitten: mit Kragen, Knopfleiste und oft Brusttaschen. Im September und Anfang Oktober ist es meistens die bequemste Lösung, weil man es offen über einem T-Shirt oder geschlossen über einem dünnen Pullover tragen kann.

Typische Materialien sind dicke Baumwolle, Denim, Cord, Wollmischungen oder Wildleder. Ein Overshirt in Oliv, Braun, Marineblau oder Grau passt zu Chino und Jeans gleichermaßen. Was es nicht kann: richtig wärmen. Ab etwa 12 Grad ist es eher Zwischenschicht als Jacke.

Lederjacke: robust und überraschend vielseitig

Die Lederjacke ist eine der wenigen Jacken, die mit den Jahren besser aussehen. Sie hält Wind ab, ist robust und funktioniert von Mitte September bis in den späten Oktober hinein, wenn man darunter einen Pullover trägt.

Zwei Stile decken die meisten Situationen ab. Die klassische Bikerjacke mit schrägem Reißverschluss wirkt markant und eher casual. Die schlichte Lederjacke mit geradem Reißverschluss oder Hemdkragen ist ruhiger und passt auch zu einem Hemd mit Chino. Für den Alltag ist die schlichte Variante meistens die vielseitigere Wahl.

Farblich sind Schwarz und Dunkelbraun die sicheren Optionen. Braun wirkt im Herbst wärmer und lässt sich leichter mit Beige, Grün und Marineblau kombinieren. Bei starkem Regen sollte man Leder lieber im Schrank lassen oder nach dem Tragen richtig trocknen lassen.

Bomberjacke: lässig, aber nicht nur sportlich

Die Bomberjacke erkennt man am Rippbündchen an Kragen, Ärmeln und Saum. Sie sitzt kurz auf der Hüfte und wirkt dadurch jung und unkompliziert. Leichte Bomberjacken aus Nylon oder Baumwolle funktionieren im frühen Herbst, Modelle aus Wildleder oder mit Futter bis in den November.

Der Unterschied liegt im Material. Eine Nylon-Bomberjacke in Oliv oder Schwarz ist klar casual und passt zu Jeans und Sneakern. Eine Bomberjacke aus Wildleder in Braun oder Dunkelblau wirkt deutlich erwachsener und funktioniert auch zu Chino, Hemd und Loafern.

Ein praktischer Punkt: Weil die Bomberjacke kurz ist, sollte der Pullover oder das Hemd darunter nicht viel länger sein. Sonst schaut unten Stoff heraus, und die Silhouette wirkt unruhig.

Cordjacke: die typischste Herbstjacke

Cord gehört zum Herbst wie kaum ein anderes Material. Die gerippte Struktur wirkt warm, ein wenig nostalgisch und passt perfekt zu den Farben der Saison: Braun, Camel, Oliv, Bordeaux, Dunkelgrün. Eine Cordjacke ist die richtige Wahl für 10 bis 16 Grad, für den Alltag, das Wochenende und auch für ein lockeres Büro.

Am besten funktioniert sie mit glatten Materialien darunter und dazu: ein Hemd aus Baumwolle, ein feiner Pullover, eine Chino oder dunkle Jeans. Cord mit Cord, also Cordjacke und Cordhose, ist möglich, aber nur in unterschiedlichen Farbtönen. Sonst wirkt es wie ein Anzug, der keiner sein will.

Steppjacke und gefütterte Jacken: für die kalten Wochen

Ab Ende Oktober, wenn die Morgentemperaturen regelmäßig unter 8 Grad fallen, braucht man mehr Wärme. Hier kommen Steppjacken, Daunenjacken und Jacken mit warmem Futter wie Sherpa, Fleece oder Lammwolle ins Spiel.

Die Steppjacke ist dabei die vielseitigste Option. Eine flache, leicht gesteppte Jacke kann man sogar über einem Sakko tragen, sie wirkt aufgeräumt und wärmt trotzdem gut. Dickere Daunenjacken sind wärmer, wirken aber sportlicher und passen eher zu Jeans und Freizeit als zu Hemd und Stoffhose.

Jacken mit Sherpa- oder Wollfutter sind die gemütlichste Variante. Sie sehen nach Wochenende, Spaziergang und Kaminabend aus, weniger nach Büro.

Wasserdichte Jacke: für die Regentage

Im deutschen Herbst regnet es oft, und keine der bisher genannten Jacken ist wirklich für Dauerregen gemacht. Leder, Wildleder und Cord leiden sogar sichtbar, wenn sie nass werden. Deshalb lohnt sich eine wasserdichte Jacke als Ergänzung, besonders für alle, die viel zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Für die Stadt sind schlichte Modelle in Schwarz, Marineblau, Oliv oder Beige besser als technische Outdoorjacken mit vielen Reißverschlüssen und auffälligen Farben. Eine Kapuze, die sich verstauen lässt, ist praktisch. Wer es eleganter möchte, greift zum Trenchcoat.

Mantel: wenn es kalt und formeller wird

Der Mantel ist die eleganteste Herbstjacke und ab November oft die wärmste. Ein Wollmantel in Grau, Marineblau, Camel oder Dunkelbraun passt zu Anzug, Sakko und Hemd, aber genauso zu Pullover und Jeans. Wer viel im Büro unterwegs ist oder abends ausgeht, kommt um einen Mantel kaum herum.

Die vielseitigste Länge endet etwa auf Höhe der Knie oder knapp darüber. Diese Länge bedeckt ein Sakko vollständig und wirkt trotzdem nicht schwer. Kürzere Mäntel wirken moderner, längere formeller.

Ein Tipp für den Kauf: den Mantel immer mit einem Pullover oder Sakko darunter anprobieren. Ein Mantel, der über einem T-Shirt perfekt sitzt, ist über einem Pullover oft zu eng.

Welche Jacke zu welchem Anlass?

Büro: Mantel, Steppjacke oder schlichte Lederjacke. Alles, was gut über Hemd und Sakko passt und nicht zu sportlich wirkt.

Alltag: Cordjacke, Bomberjacke, Overshirt oder Lederjacke. Hier ist die größte Freiheit.

Abend und Restaurant: Mantel, Wildlederjacke oder dunkle Lederjacke. Ruhige Farben, klare Schnitte.

Wochenende und Spaziergang: Steppjacke, Jacke mit Sherpa- oder Wollfutter, Overshirt. Bequem und warm.

Regentag: wasserdichte Jacke oder Trenchcoat.

Die häufigsten Fehler bei der Herbstjacke

Zu früh zu warm: Eine dicke Daunenjacke Anfang Oktober macht schwitzen, sobald man drinnen ist. Lieber leichter anziehen und mit einem Pullover darunter variieren.

Sportjacke zum Sakko: Eine technische Outdoorjacke über einem Sakko passt optisch nicht zusammen. Für Business-Kleidung sind Mantel oder flache Steppjacke die bessere Wahl.

Jacke kürzer als das Sakko: Wenn unten das Sakko unter der Jacke herausschaut, wirkt das unordentlich. Über einem Sakko sollte die Jacke mindestens genauso lang sein.

Ohne Pullover anprobiert: Herbstjacken trägt man fast immer mit einer Schicht darunter. Wer beim Kauf nur im T-Shirt anprobiert, hat später eine Jacke, die an den Schultern spannt.

Leder und Wildleder im Regen: Beide Materialien vertragen Nässe schlecht. Für Regentage eine wasserdichte Alternative bereithalten.

Mit zwei bis drei Jacken durch den ganzen Herbst

Niemand braucht sieben Jacken. Für die meisten Männer reicht diese Kombination:

  • Eine leichte Jacke für den Herbstanfang: Overshirt, Cordjacke, Bomberjacke oder Lederjacke, je nach Stil.
  • Eine warme Jacke für die kalten Wochen: Steppjacke, gefütterte Jacke oder Mantel.
  • Optional eine wasserdichte Jacke für Regentage, wenn man viel draußen unterwegs ist.

Mit diesen zwei bis drei Jacken ist man von September bis Ende November für fast jedes Wetter und jeden Anlass ausgestattet.

Die Herbstkollektion: die passende Jacke für jede Woche der Saison

Die aktuelle Herbstkollektion von Huberd enthält alle Jackentypen aus diesem Guide: Overshirts, Lederjacken, Bomberjacken, Cordjacken, Steppjacken, gefütterte Jacken, wasserdichte Jacken und Mäntel. Derzeit zu reduzierten Preisen, der richtige Moment, um die Jacken für die ganze Saison zusammenzustellen.

[Zur Herbstkollektion →]

 

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